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Was bei einem Heizkesseltausch beachtet werden sollte

Das Verhältnis der in einem Jahr erzeugten nutzbaren Wärme zur eingesetzten Brennstoffenergie wird als Jahresnutzungsgrad bezeichnet. Dieser Jahresnutzungsrad hat mit den unter Prüfbedingungen ermittelten Normnutzungsgraden der Heizkessel wenig zu tun. Viel Energie geht über den Rauchfang als sogenannter Abgasverlust verloren. In der Startphase ist der Abgasverlust höher als im Betrieb. Selbst wenn ein Brenner stillsteht, treten ebenfalls Energieverluste auf ("Bereitschaftsverlust"). Bei einem neueren 15 kW-Kessel liegt er z.B. bei 1,7% der Kesselleistung. Dadurch wird auch klar, warum überdimensionierte Heizkessel wahre Energieverschwender sind. Die volle Leistung eines Heizkessels wird nur an ca. 6 Heiztagen pro Heizsaison benötigt. Ist ein Heizkessel überdimensioniert, so steht er öfter still und es kommt es zu einem entsprechend häufigeren Takten (Starten). Wertvolle Energie geht ungenutzt verloren. Weniger Kessel-Leistung bedeutet längere Laufzeiten mit weniger Brennerstarts am Tag und einen höheren Jahresnutzungsgrad.

Früher wurde aus einem gut gemeinten, aber falschen Sicherheitsdenken gerne ein leistungsstärkerer Heizkessel als notwendig gewählt. Bei einer Neuanschaffung eines Heizkessels ist daher unbedingt auf die richtige Dimensionierung zu achten. Weniger ist in diesem Fall nicht mehr, sondern ein weniger an Heizenergieverbrauch.

18.03.10